| SCHWEIZ
|
| Albula
|
| 2312 m
Grösste Steigung : 12 %
Lage : Graubünden, Engadin,
gilt als einer der schönsten Pässe,
wenig Autoverkehr, teils schlechter Belag, wunderschöne Landschaft
Nordseite :
von Tiefencastel (851 m) bzw. Filisur (1032
m) aus lang, teils steil, besonders reizvoll ist die Fahrt durch die Schlucht
zwischen Bergün und Preda. Oft kann hier der Velofahrer den Passagieren
der Rhätischen Bahn (rote Züge) zuwinken, beliebtes Fotomotiv
sind die vielen Kehrtunnel, Tipp : von Tiefencastel sind es 1464 Höhendifferenz,
daher wird eine Übernachtung in z.B. Bergün oder Preda empfohlen
- darüber hinaus lohnt sich ein Aufenthalt hier auf jeden Fall
Entfernungen Nordseite :
Tiefencastel - 10 km - Filisur - 7 km - Bergün/Bravuogn 1367 m
- 6 km Preda 1789 m - 8 km Passhöhe 2315 m
Südseite : von
La Punt 1687 m 9 km Anstieg zur Höhe
kürzer, trotzdem ebenfalls steil ist der Albula vom Engadin aus :
ca. 7 teils steile Serpentinen, 628 m Höhendifferenz
Entfernungen Südseite :
La Punt 1687 m - 9 km - Passhöhe
Hospiz auf der Höhe, für Übernachtungsmöglichkeit
fragen Tel. 081-4071296
Bahnüberquerung möglich mit der Rhätischen Bahn (die Passhöhe
wird von der Bahn umgangen, Zustieg Tiefencastel, Filisur, Bergün,
letzter Einstieg in Preda) |
Bernina
|
2323
m
Grösste Steigung : 12 %
Lage : Graubünden, Engadin,
flacher Anstieg vom Engadin mit langer Abfahrt durchs Puschlav nach Tirano
landschaftlich ein Top-Erlebnis, verbindet doch der Bernina wie kein anderer
Pass in eindrucksvoller Art eine hochalpine Gletscherlandschaft
(Morteratsch-Gletscherblick !) mit den mediterranen Weinbergen des Veltlins
!
Die Strecke kann verkehrsreich sein, jedoch entschädigt im Zweifelsfall
die herrliche Berglandschaft mit Blick auf die höchsten Bündner
Gipfel mit u.a. dem Piz Bernina
Nordseite : von :
Pontresina 1805 m Anstieg 15 km, Abfahrt 38,5 km nach : Tirano 438 m,
max. Steigung 9 %, durchschnittlich jedoch nur rund 3,5 %
Entfernungen Nordseite : Pontresina 1805 m - 9 km Diavolezza Talstation
2039 m - 6 km zur Passhöhe 2323 m
Ausgangspunkt ist Pontresina, das eine ähnliche Wintersporttradition
wie das benachbarte St. Moritz aufweist. Die Strasse verläuft flach
im Tal der Ova di Bernina und steigt erst bei der Abzweigung Morteratsch
mit den Montebello-Kehren stärker an. Die Bahn kreuzt nun die
Strasse und hier hat man vom Parkplatz einen überwältigen Blick
auf das Val Morteratsch. Begleitet vom Schienenstrang der roten Bernina-Bahn
führt die Strasse nun höher in eine immer karger werdende Landschaft.
Wir radeln vorbei an den Talstationen der Diavolezza- und Piz Lagalb-Seilbahn.
dann heisst es noch mal kräftig in die Pedalen zu treten, bis die
Passhöhe erreicht ist. Der Lago Bianco präsentiert sich mit
einer milchigen Farbe. Hier oben hält die Bernina-Bahn auch im Winter,
wenn längst alle anderen Pässe nicht mehr passierbar sind.
Hospiz auf der Höhe, Übernachtungsmöglichkeit Ospizio, Tel.
081-8440303
Entfernungen Abfahrt : Höhe 2323 m - 4 km - Abzw. Livigno - 18 km -
Poschiavo 1021 m - 10 km - Brúsio 3,5 km - Campocologno -3 km Tirano/Italien
450 m
Südseite : von
: Tirano 450 m Anstieg 38,5 km, Abfahrt 15 km bis Pontresina
Entfernungen Südseite : Tirano/Italien - 3 km - Campologno/Grenze -
3,5 km - Brsio - 10 km - Poschiavo - 18 km - Abzw. Livigno - 4 km - Passhöhe
2323 m
die max. Steigung liegt bei 10 %, im Durchschnitt 6,5 %
Tipp: vom Val Tellina (Veltlin) kommend : fast 2000 m Höhenunterschied
durchs Puschlav nach Tirano, das letzte Stück ist steil, deshalb
besser die Bernina-Bahn für den Aufstieg von Tirano benutzen, da
das Puschlav stark befahren ist
Wer dennoch die lange Anfahrt per Rad bewältigen möchte, wird
mit wunderschönen Eindrücken belohnt werden. In Tirano begleitet
zunächst die Bernina-Bahn den Rad- wie auch Autofahrer. In Campocologno
wechseln wir von Italien auf Schweizer Boden; die Sprache ändert sich
jedoch nicht, denn im Puschlav, oder wie es im Italienischen heisst, im
Poschiavo, wird weiterhin Italienisch gesprochen. Am Ortseingang von Brúsio
(780 m) bietet das Kreisviadukt der Rhätischen Bahn ein beeindruckendes
Bild. Weiter steigt die Strasse bis Miralago auf 951 m, wo der Lago di Poschiavo
erreicht ist und an dessen Ufer die ebene Strasse wie auch die Bahn entlangführen.
So gut wie eben bleibt es auch bis Poschiavo, dem Hauptort des Tales. Nun
wird die Strecke anstrengender, denn es fehlen noch rund 1300 Höhenmeter
auf 22 km. Tipp : in Poschiavo auf die Bahn umsteigen, zumal auch die Bahnstrecke
fantastische Bergeindrücke liefert, die vom Rad nicht zu erfahren sind.
Mit dem Velo sind nun bis zu 12 % Steigung zu bewältigen, bis bei La
Rosa die Baumgrenze erreicht ist. Dort gibt es ein Gasthaus, das noch mal
eine willkommene Pause vor den letzten Kilometern bietet.
Fahrradmitnahme in allen Zügen ausser dem Glacier-Express, die Bahn
fährt ganzjährig |
| Brünig |
1008 m
Grösste
Steigung : 13 %
|
| Flüela
|
| 2383
m
Grösste Steigung : 12 %
age : Graubünden
von : Davos Dorf 1560 m Anstieg 13 km, Abfahrt 13 km nach : Susch 1426
m
Hauptpass vom Unterland ins Unterengadin
von Davos nicht so steil, von Susch regelmäßiger, steiler
Anstieg, doch Flachstück mittendrin zum Verschnaufen
Verbindung über Zernez zum Ofenpass Richtung Südtirol
oder durchs Unterengadin Richtung Landeck, Österreich
oder ins Oberengadin St. Moritz, Malojapass
keine Zugverbindung |
| Furka
|
2436
m
Grösste Steigung : 11 %
Lage: Uri-Wallis
offizielle Wintersperre Oktober bis Mai
von: Realp (1532 m), 13 km, Abfahrt nach Oberwald (1385 m) 17 km
die Auffahrt ist von Realp zu empfehlen, da auf der "Urner Seite"
schmalere Strasse und weniger Autoverkehr. Auf der Walliser Seite herrscht
zwischen Oberwald und dem Rhonegletscher (ca. 2200 m) reger bis starker
Verkehr (Busse) bedingt durch Ausflüge zum Gletscher (Eishöhlen-Besichtigung
auch im Sommer). Steigung auf der Urner Seite zwar stärker, dafür
jedoch bei der Abfahrt Richtung Wallis traumhafter Blick auf Eiger, Mönch
und Jungfrau von Süden. Wer aus Richtung Wallis kommt und den Pass
trotzdem von Osten fahren will, kann ab Oberwald mit der Furka-Oberalp-Bahn
durch den neuen Furka-Basis-Tunnel fahren. Die Zugfolge ist relativ dicht,
da auf diesem Abschnitt auch Autoverlade-Züge verkehren.
Leckerbissen für Eisenbahn-Nostalgie-Fans:
Ab Realp fährt im Sommer die Dampf-Furka-Bahn mit historischen Zügen
durch den alten Furka-Scheiteltunnel (2100 m) bis nach Gletsch und irgendwann
(geplant ist 2006) bis Oberwald. Die Strecke wurde bereits 1915 gebaut,
weitere Info unter www.net4u.ch/dfbfurka.de
www.uri-tourismus.ch (siehe Realp) |
| Grimsel
|
| 2165
m
Grösste Steigung : 11 %
offizielle Wintersperre Oktober bis Mai
von : Innertkirchen 622 m Anstieg 27 km, Abfahrt 5 km nach : Gletsch
1759 m
Grimselpass-Hospiz auf dem Grimselnollen wenige km unterhalb der Höhe
langer Anstieg durchs Haslital |
| Julier
|
| 2284
m
Grösste Steigung: 13 %
Lage : Graubünden, Oberhalbstein
von : Tiefencastel 851 m Anstieg 35 km, Abfahrt 7 km nach : Silvaplana
1815 m
sehr verkehrsreich im Sommer (Mai beste Zeit zur Überquerung), Hauptpass
ins Engadin, der Albula ist vorzuziehen
extrem langer und biestiger Anstieg von Tiefencastel, kurzer Abstieg
ins Oberengadin
der Albula ist vorzuziehen
Anstiegsetappen : Tiefencastel 851 m, Tinizong 1232 m, Rona 1408 m, Mulegns
1486 m, Marmorea-See 1680 m, Bivio 1769 m, Höhe 2284 m, Abfahrt 7
km nach Silvaplana |
| Lenzerheide |
1547 m
Grösste
Steigung : 11 % |
| Livigno
(Forcola
di Livigno) |
| 2315
m
Grösste Steigung : 12 %
Lage : Graubünden
von : über Bernina-Pass/Abzweig in ca. 2000 m Höhe Anstieg
4 km, Abfahrt 14 km nach : Livigno 1816 m
vom Bernina ins Livigno-Hochtal
kurz, steil |
| Lenzerheide
|
| Lage : 1547 m
Lage : Graubünden
landschaftlich schön, von Chur 595 m über Churwalden 1229 m
17 km Anstieg zur Lenzerheide, vorbei an einem kleinen See zum Ort Lenzerheide
1476 m und hinunter 11 km über Alvaschein nach Tiefencastel 851 m
Tipp: wer die Lenzerheide umgehen möchte, wählt die Strecke
von Chur nach Domat/Ems und folgt dem Radweg Bonaduz durchs Domleschg
nach Thusis und dann durch die Schynschlucht (allerdings 2 Tunnel, Steigung,
jedoch gut beleuchtet) nach Tiefencastel |
| Lukmanier
/ Passo del Lucomagno |
| 1920 m
Grösste Steigung : 10 %
offizielle Wintersperre von November bis April
Lage : Verbindung vom Rheintal ins Tessin und somit eine Alternative zum
St. Gotthard/Valle Leventina
von : Disentis 1143 m Anstieg 20 km, Abfahrt 40 km nach Biasca 301 m
Nord-Anfahrt : durchs schöne Val Medel zum Lai Sontga Maria 1908
m hoch gelegen, Abfahrt durchs Valle Santa Maria, in Begleitung des Brenno,
der bei Biasca in den Ticino mündet
Süd-Anfahrt: sehr lang, rund 40 km Anstieg von Biasca (301
m ü.N.N.), insgesamt mittelsteil, ca. 8 - 10 %, 2 Tunnel je ca. 100
m lang, Beleuchtung am Rad empfohlen, Stausee auf der Höhe,
wo das alte Hospiz im 180 ha gr. See versank, schöner Pass, da das
Val Blenio bewaldet ist. Tipp: die Anfahrt unterteilen, d.h. sozusagen
auf halber Strecke übernachten, z.B. in Olivone
Der Lukmanier gilt als gut ausgebaut, wenige Kehren
Übernachtungsmöglichkeit auf der Höhe : Hospezi S. Maria,
Tel. 081-9475134
- Ufficio turistico della Valle di Blenio, Via
al Lucomagno, CH-6716 Acquarossa
Tel. 091-871 17 65, Fax 091-871 25 45
Unterkunft :
Hotel Olivone & Posta in Olivone, Tel. 091-8721366/Fax 091-8721687
Hotel Arcobaleno in Olivone, Tel. 091-8721362/Fax 091872256
|
| Maloja
|
| 1815
m
Grösste Steigung : 11 %
von : Maloja 1815 m kein Anstieg, Abfahrt 32 km nach : Chiavenna 333
m
Pass ohne Anstieg von der Engadiner Seenplatte aus, in vielen Serpentinen
hinab durchs Val Bregaglia (Bergell) nach Chiavenna |
| Nufenenpass
/ Passo della Novena
|
| 2478
m
Grösste Steigung : 11 %
offizielle Wintersperre : Oktober bis Juni
von : Ulrichen 1346 m Anstieg 14 km, Abfahrt 22 km nach : Airolo 1176
m
Restaurant auf der Höhe |
| Oberalp
|
| 2044
m
Grösste Steigung : 10 %
offizielle Wintersperre November bis Mai
Lage : vom Kanton Uri ins Rheintal
von : Andermatt 1447 m Anstieg 11 km, Abfahrt 21 km nach : Disentis
1143 m
Grenzpass Graubünden - Uri,
mittelsteil, Straße inzwischen gut ausgebaut, so dass teils stark
befahren
Zug : ganzjähriger Betrieb der Furka-Oberalp-Bahn
Einkehrmöglichkeit auf der Höhe, Übernachtung auf der Höhe
: Hotel Piz Calmot Tel. 041-8871233
- Disentis
Tourismus, Via Lucmagn, CH-7180 Disentis/Mustér
Tel. 0891-9203020
|
| Ofen
/ Pass dal Fuorn
|
| 2149
m
Grösste Steigung : 12 %
von : Zernez 1472 m Anstieg 21 km, Abfahrt 14 km nach : Sta. Maria
1375 m
Übergang vom Unterengadin ins Münstertal Richtung Südtirol,
auf der Münstertal-Seite ab Tschierv steil abfallend Fahrt von Zernez
durchs Spöl-Tal und den Schweizer Nationalpark, gleich nach Zernez
ziemlich stark ansteigend, flacher wird es im Waldgebiet, das bereits
zum Schweizer Nationalpark gehört, herrliche Landschaft, bei Punt
la Drossa sind bereits 1709 m Höhe erreicht, hier Abzweig zum Lago
di Livigno und Auffahrt zum Livigno-Pass möglich (es sind 4 km Tunnel
zu fahren), ca. 1,5 km weiter Hotel Il Fuorn, steiler wird es dann
kurz vor der Höhe, auf der Höhe Gaststätte, Übernachtungsmöglichkeit
: Hotel Süsom Givè Tel. 081-8585182, Abfahrt ins Val Müstair
(Münstertal) ab Tschierv nach Fuldera steil abfallend, insgesamt
rund 15 km Abfahrt bis Santa Maria (Jugendherberge) 1375 m
Weiterfahrt nach Müstair, Taufers über die Grenze nach Südtirol
ins Vinschgau
Wer noch einen Wadenbeisser braucht : von Sta. Maria zum Umbrailpass 2501
m mit Anschlussmöglichkeit Stilfser Joch 2758 m, wo im Sommer noch
Ski gelaufen werden kann |
| San
Bernardino |
| 2065
m
Grösste Steigung : 12 %
Lage : Graubünden
von : Thusis 25 km bis Splügen, 18 km bis zur Höhe, Abfahrt
über rund 60 km nach Bellinzona 301 m
der Geheimtipp für Geniesser und Kraxler.
Der Pass gilt seit römischer Zeit als einfacher und gern genutzter
Alpenübergang, und so ist dieser Pass für den Velofahrer in Nord-Süd-Richtung
einer der am bequemsten zu bewältigenden Alpenpässe der Schweiz.
Dem Reisenden
bietet sich eine topografisch reich bestückte Gebirgslandschaft.
Schöne Gletscherschliffe, Moorflächen, eine Vielzahl von kleinen
Seen. Die Hochmoore reichen bis auf ca. 2000 m ü.M.
Die Fahrt geht von Thusis durch die Via Mala (tief unten der Hinterrhein)
und die Roflaschlucht zu einer Hochebene am Sufner See. Durch den Rheinwald
zur Höhe, in vielen Kurven hinab zum Ort San Bernardino in 1608 m
Höhe, ab Mesocco geradere Strecke, immer wieder nur noch rollen lassen,
das Tessin winkt bereits ! Keine Übernachtungsmöglichkeit
auf der Höhe
|
| Splügenpass
|
2113
m
Grösste
Steigung : 13 %
offizielle Wintersperre November bis Mai
von : Splügen 1457 m Anstieg 9 km, Abfahrt 30 km nach : Chiavenna
333 m
Verbindung vom Rheinwald nach Chiavenna durchs Valle San Giacomo
enge Serpentinen winden sich die Felswand hinauf
Übernachtungsmöglichkeit : Berghaus Splügenpass, ca. 1 km
unterhalb der Passhöhe auf der Schweizer Seite, Tel. 081-6641219, Reservierung
im Juli/August ratsam |
| St.
Gotthard
/ San Gottardo
|
| 2108
m
Grösste Steigung : 11 %
offizielle Wintersperre von November bis Mai
Lage : vom Kanton Uri ins Tessin
von : Andermatt Anstieg 13 km, Abfahrt 14 km nach : Airolo 1176 m
die Nord-Süd-Verbindung überhaupt
historisch : die alte kopfsteingepflasterte steile Abfahrt zum Süden
auf der Tremola hinunter nach Airolo
Tipp : bequem mit der Bahn von Göschenen nach Airolo zu bewältigen,
anschließender Veloplausch durchs Valle Leventina nach Bellinzona
Hospiz auf der Höhe
Sehenswert : Museo Nazionale del San Gottardo geöfnet von Juni bis
Oktober 9.00 - 18.00 h
- Ufficio
turistico della Valle Leventina, Via San Gottardo, CH-6780 Airolo
Tel. 091-869 15 33, Fax 091-869 26 42
|
| Simplon
|
| 2006
m
Grösste Steigung : 10 %
Lage: Wallis-Norditalien (Diviera-Tal)
von: Brig (670 m), 18 km, Abfahrt nach Domodossola (270 m) 39 km
Der Simplon wurde im Lauf der letzten Jahre (leider) immer wintertauglicher
gemacht. Besonders die wild romantische Gondo-Schlucht auf der Südseite
ist ziemlich zubetoniert. Das Dröhnen von schweren LKW- und Bus-Dieseln
einschließlich der Abgase ist - gerade bei der Bergfahrt - alles andere
als angenehm. Die Straße ist sehr breit und die meisten Kurven sehr gut
ausgebaut, was manche Autofahrer zu 'Gasfuß-Höchstleistungen' anspornt.
Die Steigung ist mit 8 % (auf beiden Seiten) geradezu gnädig, dafür
sind halt die Rampen länger. Es gibt einzelne Ausweichmöglichkeiten
über die von Napoleon erbaute alte Simplon-Strasse. Damit lassen sich
die Galerien allerdings leider nicht umgehen.
Auf der italienischen Seite gibt es insofern etwas freundliches zu vermelden,
als dass dort der Neubau der Autostrada von Mailand Richtung Simplon weiter
fortschreitet. (1995 bis Crevalodossola, geplant bis Gondo). Dadurch verlagert
sich doch auf diesem Abschnitt eine Menge Verkehr weg von der alten Strasse.
Wenn überhaupt, sollte man diesen Pass von Brig aus angehen. Hier beginnen
die Galerien erst nach der imposanten Gantertal-Brücke auf ca. 1700
m Höhe. Vorher ergeben sich herrliche Ausblicke auf Brig und das
Rhônetal.
Den
Aufstieg von Süden muss man nicht unbedingt von Domodossola angehen,
sondern kann auch die Bahnstationen Varzo (550 m) oder Iselle (670 m)
dazu benutzen. Von Brig besteht durch den Simplon-Tunnel Fahrradverladung
nach/von all diesen Orten. In dem Buch "Fahrradführer Schweiz",
ISBN 3-922843-93-X (erschienen 1994) heisst es zwar auf Seite 109, dass
seit Einstellung der Autoverladung durch den Simplon-Tunnel auch keine
Fahrräder mehr transportiert werden, doch bei einer Tour im Jahr 1995
konnte ich mich von dem Gegenteil überzeugen.
Ausserdem verkehrt von Brig eine Buslinie über den Pass bis/ab Gondo. (ca. 850 m). Im Bus (Postauto)
gelten die bekannten Regeln: Bei mehr als 3 Velos vorher anmelden.
| Brig
ab |
Gondo
an |
Gondo
ab |
Brig
an |
| 07:05 |
08:12 |
08:34 |
09:48 |
| 09:15 |
10:25 |
12:20 |
13:34 |
| 10:15 |
11:25 |
14:36 |
15:50 |
| 11:15 |
12:25 |
15:26 |
16:50 |
| 13:25 |
14:32 |
16:50 |
17:50 |
| 15:45 |
16:52 |
17:26 |
18:40 |
|
| Raststätten:
Rothwald
(12 km von Brig)
Passhöhe, Restauration, Hotel und viele Wandermöglichkeiten.
Simplon Dorf (1450 m) ca. 8 km südlich der Passhöhe.
Gabi (1200 m), ca. 13 km südlich der Passhöhe, hier hat lt. Schild
Napoleon am 27.05.1807 ein Glas Milch getrunken, als ich im Juni 1992
durstig hier anhielt, gab es noch nicht einmal ein Glas Wasser, aber ich
hatte auch keine Armee dabei, Hotel ist wohl nur in der Hochsaison geöffnet.
Gondo, ca. 19 km südlich der Passhöhe. (Grenzstation).
Weitere Empfehlung:
Von Domodossola über St. Maria Maggiore und das Centovalli nach Locarno,
45 km, max. Höhe etwa 900 m, auf der Schweizer Seite wunderschöne
Landschaft.
Übernachtungsmöglichkeit : Hotel
Fletschhorn
Anmerkung : für die Ausführung zum
Furka und Simplon danke ich herzlich Herrn H. Weil |
| Susten
|
2224
m
Grösste Steigung : 9 %
offizielle Wintersperre November bis Juni
von : Meiringen 595 m Anstieg 15 km, Abfahrt 17 km nach : Wassen
916 m
gilt allgemein als der schönste Velo-Pass
der Schweiz
Auffahrt durchs Gadmental, Abfahrt durchs Meiental
Hotel Steingletsch 5 km unterhalb der Höhe |
|
Umbrail |
|
2501 m
Grösste
Steigung : 12 %
offizielle Wintersperre November bis Mai
Lage : Italien, vom Münstertal ins obere Veltlin. Von Sta. Maria
1375 m hinauf auf 2501 m Höhe
sehr steil am Anfang, dann folgen 3 km Naturstrasse, die kleine Zollstation
auf der Passhöhe wird nachts geschlossen, nebenan liegt ein Hospiz.
Übernachtungsmöglichkeit Hotel Astras, Tel. 081-8585782
2 Möglichkeiten für die Abfahrt :
a) nach Bormio 1217 m durchs Valle del Braulio auf vielen Serpentinen
und Tunnel
b) Weiterfahrt zum Stilfser Joch 2758 m (nur für Geübte ! Starker
Ausflugsverkehr (viele Busse) auf der Stilfser Joch-Straße)
|
| Wolfgangpass
|
| 1631
m
von : Davos kein Anstieg nach : Klosters 1206 m
kein direkter Pass, da von Davos nach Klosters kein Anstieg. Die Strasse
fällt ins Prättigau ab, teils stark befahrene Strecke
Anschluss vom Flüela oder vom Landwasser-Tal ins Prättigau Richtung
Liechtenstein und weiter Bodensee |
| ITALIEN |
| Eira
|
| 2210
m
Lage : Italien
Ü bergang zwischen Livigno und Bormio, viel Verkehr
Grösste
Steigung 12 %: hier ist sozusagen ein Doppelpass zu bewältigen :
von Livigno 1816 m in weiten Kurven zur Höhe und weiter zum Foscagno-Pass
2291 m , 7 km bis Arnoga, 8km bis Isolaccia und 9 bis Bormio 1217 m, ges.
24 km Abfahrt |
| Falzarego
|
2105
m
Lage : Italien,
Grösste
Steigung 11 % |
| Foscagno
|
2291
m
Lage : Italien
von : Bormio 1217 m nach : Livigno 1816 m
Grösste
Steigung : 12 %, rund 25 km Anstieg und rund 1000 m Differenz von Bormio
zur Höhe (9 bis Isolaccia, 8 km bis Arnoga, 7 km bis zur Höhe)
dann weiter zum Eira-Pass mit 2210 m Höhe
besser von Livigno starten, da weniger Höhenunterschied und kürzer
mit 14 km Anstieg, wobei nach Erreichen des Eira das Gröbste geschafft
ist
soll verkehrsreich sein |
| Gampenjoch
(Passo Palade) |
1518
m
Lage : Südtirol
Grösste
Steigung : 9 % |
| Gavia
|
2618
m
Grösste
Steigung : 16 %, gesperrt Dezember bis Mai |
| Grödner
Joch (Gardena) |
2121
m
Grösste Steigung : 12 %
Lage : Südtirol
|
| Jaufenpass
/ Monte Giovo) |
2094
m
Grösste Steigung : 12 %
Lage : Südtirol, von Sterzing nach St. Leonhard im Passeiertal
gesperrt von
November bis April
Übernachtungsmöglichkeit im Gasthof Alpenblick
in Ratschings, Tel. 039-0472-756612 www.ratschings.suedtirol.com/Gasthof-Alpenblick/
|
| Karerpass
(Costalunga) |
1753
m
Grösste Steigung : 16 %
Lage : Südtirol
|
| Penser
Joch |
2211
m
Grösste Steigung : 13 %
gesperrt
von November bis Mai |
| Stilfser
Joch /
Passo di Stelvio |
| 2758 m
Grösste
Steigung : 15 %
November bis Juni offizielle Wintersperre
wirklich nur was für Geübte. Allein die Höhe von 2758 m und der starke
Ausflugsverkehr mit vielen Reisebussen fordert den Velofahrer. Auf der
Höhe kann auch im Hochsommer noch Ski gelaufen werden. Einkehrmöglichkeiten
vorhanden. Kurvenreiche Abfahrt ins Trafoier Tal durch den Nationalpark,
27 km Abfahrt ins Vinschgau-Tal |
| ÖSTERREICH
|
| Arlberg |
| 1793 m
Grösste Steigung 13 % |
| Bielerhöhe (Silvretta-Hochalpenstrasse) |
2036 m
Grösste
Steigung 11 %
offizielle Wintersperre November - Mai |
| Brenner |
1374 m
Grösste
Steigung : 12 % |
| Dientener
Sattel |
1357
m
Grösste
Steigung
18 %, offizielle Wintersperre Dez. bis April |
| Fernpaß |
1210
m
Grösste
Steigung : 8 %
stark befahren |
| Gerlos |
| 1507
m |
| Großglockner |
| 2505
m Grösste
Steigung : 12 %, offizielle Wintersperre September bis April
|
| Gschütt |
964
m
Grösste Steigung : 13 % |
| Hochtannbergpaß |
| 1679
m Grösste
Steigung : 14 %, offizielle Wintersperre Dezember bis März |
| Katschberg |
| 1641
m Grösste
Steigung : 15 %, |
| Kühtai-Sattel |
| 2017
m Grösste
Steigung : 16 %, |
| Norberthöhe |
| 1405
m Grösste
Steigung : 8 %, |
Oberjoch-Pass |
| 1175
m Grösste
Steigung : 7 %, |
Radstätter Tauernpaß |
| 1739
m Grösste Steigung : 15 %,
|
| Reschenpass
/ Passo di Resia |
| 1508 m
grösste Steigung : 9 % Lage : Trentino Alto / Südtirol nah
an der österr. Grenze
von : Nauders/Österreich 1394 m 6 km, Abfahrt 12 km nach : Mals
998 m
Alternative zum Ofenpass, wenn man nach Südtirol will
Verbindung auch vom Unterengadin kommend über die Martinshöhe nach Nauders
leichter Anstieg von Nauders bis zum Pass, in dessen Nähe die Etsch
entspringt, vorbei auf ebener Straße am Reschensee. In weiten Schleifen
fällt die Straße nach Burgeis ab und weiter nach Mals.
|
| Seefelder
Sattel (Zirler Berg) |
1185 m
größte Steigung 16 % |
|
Staller Sattel |
2052 m
größte Steigung: 12 %, offizielle Wintersperre November bis Mai
|
| Timmelsjoch
|
2474 m
grösste Steigung : 13 %, offizielle Wintersperre Oktober bis Juni>
|