Informationen zu Touren
Aargau / Vierwaldstätter See / Nord-Süd-Verbindung
Olten,
394 m,
ca. 19.000 Einwohner,
Olten ist bequem per Auto oder Bahn zu erreichen. Als der 3.grösste Umsteigebahnhof
der Schweiz bietet sich die Stadt daher gut aus Ausgangsort für die Touren
an.
Mit rund 70 Hotels und Restaurants verwöhnt Olten seine Besucher.
Attraktion des Ortes ist die gedeckte Holzbrücke über die Aare, sehenswert
aber auch der spätgotischer Glockenturm von 1521, das historisches Museum
nördlich an der Konradstraße.
Zur Geschichte : die Römer errichteten hier eine Festung, in deren
Schutz sich die noch gut erhaltene Altstadt entwickelte; die ältesten Häuser
befinden sich in der Ringmauer am Ildefonsplatz. Etwas außerhalb : der
150 m hohe Kühlturm des Atomkraftwerks Gösgen ist weithin sichtbar.
Das Kraftwerk erfährt Kühlung durch die Aare. Ein Pavillon informiert
über die Atomenergie und die Funktion der Anlage
Aare
zweitgrößter Fluss der Schweiz und 295
km lang von ihrer Quelle im Grimselgebiet bis in den Rhein bei Koblenz. Der
Fluss wurde mehrfach korrigiert. Mit der ersten Jura-Gewässerkorrektion in den
Jahren 1868 bis 1891 senkte sich der Wasserspiegel des Bieler Sees , des Murtensee
und des Lac de Neuchatel (Neuenburger See) um rund 2,5 m. So fand man Stücke
von Uferbewohnern aus frühgeschichtlicher Zeit, zu sehen im Museum Schwab
in Biel. Durch die Absenkung entsumpften die umliegenden Gebiete. Hierbei entstand
auch die Landzunge im Neuenburger See. Mitte des nächsten Jahrhunderts
schuf der Mensch durch Umleitungen und Kanalbauten ein neues Kulturland. Die
über Jahrhunderte gefürchteten Überschwemmungen blieben nun aus.
Das so entstandene Grosse Moos werden wir auf der Seentour (Biel nach Murten)
kennenlernen.
Aarau,
371 m, ca. 16.000 Einwohner,
auf einem Felskopf über der Aare erbaut
Sehenswert : Altstadt mit Stadtbefestigung, stattliche Bürgerhäuser
mit bemalten Giebeln in Markt-, Milch- und Kronengasse, die 'Halden' gilt als
besterhaltenste Straße, vor der Stadtkirche der Gerechtigkeitsbrunnen,
Stadtmuseum im Schössli (Schlossplatz 23, Mi, Sa, so 14 - 17 h), Schweizer
Kunst im Kunsthaus, Aargauerplatz
Zur Geschichte : 1240 gegründet
Lenzburg,
406 m, ca. 7600 Einwohner,
1240 gegründet, war Sitz der Grafen von Lenzburg, von 1273 - 1415 habsburgerisches
Verwaltungszentrum, Eroberung durch die Eidgenossen und Sitz bernischer Landvögte,
die Burg um 1036 gegründet, später restauriert. Sie beherbergt das
Historische Museum Aargau Di - Sa 9.30 - 12 h und 13.30 - 17, So 9.30 - 17 h,
Museum Burghalde, Schlossgasse 23 mit Funden Mittelsteinzeit bis Frühmittelalter,
Di - Sa 14 -17 h, So 10 - 12 h und 14 - 17 h, an der Burghalde eine Dose Erbsen
aus dem Jahr 1886 (Fa. Hero)
Wasserschloss
Hallwil
13./14. Jh., zwischen Seengen und Boniswil am Aabach
unweit des Halwiler Sees. Zu besichtigen sind ein Volkskundemuseum und im Turm
des Wohnhauses sind Wohnungseinrichtungen rekonstruiert. Di - So 9.30 - 11.30
und 13.30 - 17.30 h
Baldegger See -
5,2 km3 - 463 m
schlechte Wasserqualität, Hauptverursacher die
Landwirtschaft; der See soll durch Zufuhr von Sauerstoff künstlich beatmet
werden.
Hallwiler See
- 10,3 km3 - 449 m
Sempach,
515 m, ca. 2500 Einwohner,
schöne Fachwerkhäuser z.B.. das Rathaus von 1737, fotogene Brunnen,
Sehenswert : am Ende des Sees Vogelwarte, eine wichtige Forschungsstation, wo
pro Jahr rund 50000 Vögel markiert werden, um Aufschluss über ihre
Wanderungen zu geben
Zur Geschichte : 1220 gegründet,
Schlachtkapelle bei Hildisrieden: 1386 haben die Eidgenossen ein habsburgisches
Heer erfolgreich geschlagen,
Luzern,
436 m
größte Stadt der Innerschweiz und Hauptstadt des
Kantons Luzern. Malerisch an der Nordwestbucht des Vierwaldstätter Sees
gelegen mit Blick auf Pilatus und Rigi, daher touristischer Anziehungspunkt.
Sehenswert : die Kapellbrücke, das Wahrzeichen Luzerns, 1333 erbaut und
200 m lang. Bei einem Brand 1993 mussten 2/3 der holzbedachten Brücke erneuert
werden. Verloren gingen wertvolle Giebelgemälde, die nur als Foto wieder
eingefügt werden konnten
Wasserturm mit 8 Ecken, war früher Schatzkammer, Archiv und Gefängnisturm
Seebrücke in unmittelbarer Nähe der Kapellbrücke, verbindet Bahnhofplatz
mit Schweizerhofquai
reussaufwärts die Spreuerbrücke, ebenfalls eine gedeckte Holzbrücke
. Der Name stammt daher, dass man vor langer Zeit Spreu und Laub in den Fluss
werfen durfte.
Kornmarkt, das Herz der Altstadt, mit dem Rathaus, einem stattlichen Renaissancebau
Zug
Zuger Seefest (grosses Feuerwerk)
Küssnacht
Hohle Gasse und Ruinen der Gesslerburg 13. Jh., am
See das Rathaus von 1728, Heimatmuseum und Gasthof Engel von 1552, wo schon
Goethe nächtigte
"durch diese hohle Gasse muss er kommen" - der Sage nach hat Wilhelm
Tell den Reichsvogt Gessler in der Hohlen Gasse erschossen. Der Hohlweg bietet
eine kleine Kapelle von 1638. Beeindruckender sind wohl die Ruinen der Gesslerburg,
die auf einer bewaldeten Anhöhe liegen. Es gibt übrigens keinen Bezug
zwischen der Gesslerburg und Tell. Der Name kam erst im 19. Jh. durch Schiller
in Mode. Ob die Geschichte also wahr ist, bleibt zu bezweifeln.
Weggis,
436 m,
Allerheiligenkapelle
Gersau,
435 m,
Historisches Museum im 1745 erbauten Rathaus. im alten Dorfkern einige stilvolle
Häuser, Pfarrkirche von 1812, Autofähre Gersau - Beckenried
Übernachtungsmöglichkeit
Brunnen,
435 m, 6200 Einwohner,
von den Quaianlagen aus am gegenüberliegenden Ufer gut zu sehen : der Schillerstein,
ein Dankesstein der Schweiz an den Dichter
Axenstrasse
1963 bis 1965 erbaut und später neu trassiert
Flüelen,
469 m,
Kirche 17. Jh., vor dem Bau der Axenstrasse wichtiger Warenumschlagplatz
Altdorf,
458 m,
Patrizierhäuser, mehrere Palais an der Herrengasse, Historisches Museum
Juni - Okt. Di - So 9-11, 13-17 h, Telldenkmal 1895 auf dem Hauptplatz, alle
3 Jahre finden die Tellspiele mit Laienspielern statt, die den berühmten Tell-Apfelschuß
präsentieren. Übrigens : das "weiße Buch von Sarnen" um 1470 erwähnt
abwechselnd einen "Tal", Thael" oder "Tallen" als Schützen
und Tyrannenmörder, doch die Wissenschaftler konnten weder Tell noch den
Reichsvogt Gessler nachweisen
4. Dorfbrand von 1799
Kanton Uri
Uri ist heute einer der bevölkerungsärmsten
und wirtschaftlich schwächsten Kantone der Schweiz. Dennoch war der Uri-Stier
auf dem Urner Banner jahrhundertlang in Europa gefürchtet. Seit 800 Jahren lebte
Uri hauptsächlich vom Passverkehr. Die römischen Legionen und Händler
waren wie später die germanischen Stämme der Völkerwanderungszeit über
den Großen St. Bernhard, über den Brenner wie auch den Julier und Lukmanier
gezogen. Der aufblühende Handel des 13.Jh. zwischen den Leinwandzentren Flanderns,
den großen deutschen Städten und den ital. Metropolen, Mailand, Pisa, Venedig
und Florenz rief nach einer kürzeren Alpentraverse. Die Vorteile der Gotthardroute
waren bekannt, doch die Schöllenen- und Reuss-Schlucht galten lange Zeit
als unpassierbar. Die Maut und Zölle, Werkstätten und das Herbergswesen
verschafften Generationen von Urnern Brot.
Erstfeld
Bahnhof, Einstiegsmöglichkeit für die
Fahrt zum Gotthard-Pass
Amsteg,
522 m
Gurtnellen,
741 m
Wassen, 916
m
weithin sichtbar die Kirche auf einem Kegel, hat schöne barocke Schnitzaltäre,
hier endet das Meiental und damit die Abfahrt vom Susten-Paß
Göschenen, 1106
m,
hier beginnt für den Autofahrer die Tunnelröhre für die Gotthard-Durchquerung,
für den Velofahrer setzt sich hier der steile Anstieg zum Pass fort oder
er steigt hier in den Zug, der ihn bequem in kürzester Zeit nach Airolo
bringt
Sankt Gotthard -
San Gottardo
Wasserscheide Europas, Quellgebiet von Rhein, Rhone, Reuss und Ticino. Bereits
im 13. Jahrhundert verlief ein Handelsweg über den Pass, doch erst zwischen
1819 bis 1830 entstand eine erste Straße. Der Tunnel wurde zwischen 1874
und 1882 unter der Leitung von Louis Favre gebaut. Der Autotunnel von 1980 ist
mit 17 km der längste Straßentunnel der Welt und garantiert dem Autofahrer
auch im Winter eine sichere Alpenüberquerung. 1775 überquerte Goethe
den Gotthard anlässlich seiner Italienreise. Damals konnte er bereits durch
das Urner Loch , einem 64 m langen Tunnel, fahren. Etwa 1000 Reisende überquerten
zu seiner Zeit den Gotthard, heute sind es mehr als 20 Mio. Menschen pro Jahr.
Hospiz mit Hotel auf der unwirtlichen Höhe an einem kleinen See. Mächtige
Felsblöcke ragen aus dem Schnee, oft auch noch im Sommer. Gotthardmuseum
(Juni - Oktober )
Teufelsbrücke
"Do sell der Tyfel e brigg bue"
eine nette Geschichte wird immer wieder gern von der Teufelsbrücke erzählt
: bereits im 15.Jahrhundert hatten die Urner immer wieder versucht, eine Brücke
über die wilde Reuss zu schlagen, doch zu oft waren die Säumer mit
ihren Maultieren und Waren in die Tiefe gestürzt. Da versprach der Teufel
ihnen einen Pakt: die Brücke würde fortan halten. Für seine Hilfe
forderte er die Seele des ersten Lebewesens, das die Brücke überquerte.
Die schlauen Urner schickten eine Ziegenbock statt eines Menschen. Aus lauter
Wut schleuderte der Teufel einen mächtigen Stein in die Tiefe der Schöllenenschlucht,
wo er heute noch zu sehen ist. Die heutige Teufelsbrücke stammt von 1955/56
und überspannt mit 86 m die Reuss. Der einheimische Künstler Heinrich
Danioth verewigte 1950 den Teufel in bunten Farben.
Andermatt,
1444 m
im Ursental, nicht zu übersehen die schweizerische Armee, so dass viele
Schweizer vom Kasernendorf sprechen. Die Kirche St. Kolumban mit Turm von 1654
ist das einzige roman. Gotteshaus im Urner Land. Der Gemsstock mit 2961 m ist
per Seilschwebebahn zu erreichen. Andermatt ist im Winter schneesicher. Im Sommer
für den Radler Ausgangspunkt für die
Pässe : Oberalppass in östlicher Richtung ins Bündner Oberland,
über den Furkapaß zum Wallis, über den Gotthard südlich
ins Tessin
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