Informationen
zu Touren im Tessin
Für das gesamte Tessin ist zuständig :
Ticino Turismo, Villa Turrita, Via Lugano
12, Casella postale 1441, CH-6501 Bellinzona
Tel. 091-825 70 56, Fax 091-825 36 14,
E-Mail: info@www.ticino-tourism.com
www.ticino-tourism.com
Tessin - Kanton,
Valle Leventina
Die Autobahn N2 Richtung Bellinzona - Lugano
- Chiasso nimmt den eiligen Autoreisenden auf, so dass der Radler relativ ungestört
das Tal genießen kann.
Der St. Gotthard bildet die deutsch-italienische Sprachgrenze. Das von Airolo
nach Biasca verlaufende Valle Leventina (Livinental) ist der meistgewählte
Weg von der Alpennordseite in den Süden.
Der Ticino durchfliesst das Tal, welches in 3 Stufen auf ca. 30 km steil abfällt.
Dabei werden rund 800 m an Höhe verloren. Hauptort des Tals ist Faido.
Im mittleren Talabschnitt beherrschen Kastanienselven das Bild. Die untere Leventina
bringt einen Klimawechsel, und so wachsen unterhalb der Biaschina (biaskina
gesprochen, ist ein Bergsturz) bereits Weinreben. Industrie gab es nur in Form
des Stahlwerks Monteforno in Bodio, so dass ein wenig die Alpwirtschaft, hauptsächlich
aber der Tourismus zum Broterwerb dienen müssen.
Ausflugsmöglichkeit : bei Piotta mit der Seilbahn zum Ritom-See, dessen
Wasser für den Strom der Gotthard-Bahn genutzt wird
Airolo,
1179 m
altes Passdorf, das immer wieder von Feuer und Lawinen heimgesucht wurde. Geprägt
wird der Ort durch eine beeindruckende Bergwelt ringsherum, jedoch wird der
Reisende den Ort auch durch das Verkehrsaufkommen in Erinnerung behalten, denn
hier endet der 16 km-lange Strassentunnel. Ein Denkmal (Bronzerelief) für
die Opfer des Gotthard-Tunnelbaus befindet sich am Bahnhof. Mehr als 170 Opfer
und zahlreiche Verletzte forderte der äusserst schwierige Bau. Während
des Baus kam es zu verschiedenen Unruhen.
Pfarrkirche SS Nazarlo e Celso mit rom. Glockenturm, der alle Lawinen, Felsstürze
und Brände unbeschadet überstand. Die Kirche wurde 1877 nach einem
Brand neu errichtet, die Kapelle ist älteren Datums
Info : Ente turistico leventina in Faido, in Airolo kleines Verkehrsamt links
der Hauptstrasse (es wird auch dt. gesprochen)
Ü : diverse Übernachtungsmöglichkeiten (besser hier übernachten
als längs der Alta Strada, da hier die Betten gern von Wanderern im voraus
gebucht werden)
Giornico, 391
m
liegt als eine de ältesten Siedlungen des Tessins in geschützter Lage.
Das milde Klima erlaubt den Anbau von Wein und Edelkastanien. Der Ort nahm einst
eine Vorrangstellung im Gotthardverkehr ein, da der alte Saumweg auf die andere
Talseite wechselte. Seit dem Bau von Eisenbahn und später Autobahn ist
es ruhig geworden. (Giornico wird korrekt djorniko ausgesprochen)
Lohnenswert ist ein Rundgang durch den Ort über wunderschöne Bogenbrücken
zu den drei malerischen alten Kirchen : San Nicolao (lombardisch - romanischer
Stil), San Michele (ursprünglich romanisch, spätgotischer Flügelaltar)
und S. Maria di Castello (rustikaler Campanile), Museo di Leventina im Casa
Stanga
Ü : Hotel Turista, kurz vor Erreichen des Ortes, prima Pizza-Karte
Biasca, 295
m
liegt am Zusammenfluss von Ticino und Brenno aus dem Val Blenio vom Lukmanier-Pass
(1914 m) kommend. Vor dem Bau der Gotthardbahn war Biasca ein wichtiger Umschlagplatz
für den Warentransport über den Gotthard und den Lukmanier. Hunderte
von Saumtieren soll es damals hier gegeben haben. Später waren viele Familien
des Orts beim Bau der Gotthardbahn nach deren Inbetriebnahme im Jahr 1882 beschäftigt.
So wirkt heute Biasca im Vergleich zu den vielen kleinen Orten der Leventina
etwas städtisch. Etwas anstrengend ist der Weg zur malerisch liegenden
Kirche San Pietro. Schön der Cascata Santa Petronilla
Ü : verschiedene Hotels an der Bahnhofsstrasse, Campingplatz
Bellinzona,
231 m
Kantonshauptstadt mit südlichem Charme, für die man sich Zeit nehmen
sollte. In den kühlen Gassen der Altstadt ist von Hektik nichts zu spüren,
absolut lohnenswert ein Bummel durch die Altstadt zum fotogenen Castelgrande
etwas zur Geschichte : Bellinzona ist einer der ältesten besiedelten Orte im
Tessin. Im Mittelalter gehörte Bellinzona den Bischöfen von Como,
später den Mailändern und Bellinzona wurde zur Festung ausgebaut,
war es doch ein strategisch wichtiger Platz. Im Jahr 1499 wurde der Ort vom
franz. König besetzt, so dass die Eidgenossen Schutz gewähren mussten.
Damit wurde Bellinzona Vogteisitz und die drei Alten Orte Uri, Schwyz und Unterwalden
beherrschten von je einer Burg das Gebiet. Nach Entstehen der Helvetischen Republik
in 1798 wurde das Tessin in die Kantone Lugano und Bellinzona geteilt, 5 Jahre
später jedoch wieder zusammengeschlossen.
Sehenswert :
Kirche SS Pietro e Stefano (Renaissancebau) an der Viale Stazione unweit des
Bahnhofs und weiter zur Piazza Nosetto mit schönen, im Hochsommer angenehm
kühlen Arkaden und Piazza Indipendenza. Zwischen beiden Piazze das Info-Büro.
Castelgrande (die Uri-Burg) zentral gelegen, lässt sich prima an einen
Bummel durch die Altstadt (Borgo) anschliessen
Castello di Montebello (Burg Schwyz) liegt östlich auf einem kleinen Hügel
mit dem Museo Civico, montags geschlossen
Castello di Sasso Corbaro (Burg Unterwalden) weiter östlich und 462 m hoch
gelegen
samstags ist Wochenmarkt von 7.30 bis 12.30 h
Ü: diverse Übernachtungsmöglichkeiten,
Albergo Internazionale ***, Piazzale Stazione, CH-6500 Bellinzona, Tel.
091-825 4333, Fax 091-826 1359 (gegenüber Bahnhof)
Albergo Croce Federa, Viale Stazione 12, CH-6500
Bellinzona, Tel. 091-825 16 67/77/88, Fax 091-826 25 50
Bellinzona Turismo, Palazzo Civico,
CH-6500 Bellinzona
Tel. 091-825 21 31, Fax 091-825 41 20
E-Mail: info@bellinzonaturismo
www.bellinzonaturismo.ch
Gordola
gilt
heute als aufstrebender Industrieort. Auf den umliegenden Hügeln wird in
oberen Lagen Wein angebaut
Lago Maggiore
wie alle oberitalienischen See ist auch der Lago
Maggiore ein Überbleibsel eiszeitlicher Gletscher. Der See ist 65 km lang
und durchschnittlich 4 km breit. Am Borromäischen Golf zeigt der See die
größte Breite mit 11 km. Bei Ghiffa ist der See 372 m tief. Geografisch gesehen
gehört nur der obere Teil im Norden zum Tessin und damit zur Schweiz; das Westufer
gehört zum Piemont mit der Provinz Novara und das Ostufer zur Lombardei
mit der Provinz Varese. Der See verfügt über sehr viele Zuflüsse,
von denen der grösste, der Toce, bei Pallanza einmündet, während
der Ticino vom Gotthard kommend an der Nordspitze zufliesst. Er verlässt den
See an der Südspitze, um später unterhalb von Pavia in den Po zu münden.
Weitere Zuflüsse sind die Maggia, die ein riesiges Delta zwischen Locarno
und Ascona aufgeschüttet hat und die ruhige Tresa, die bei Luino am mittleren
Ostufer einmündet.
Die teils sehr engen und auch kurvenreichen Seeuferstraßen sind generell stark
befahren, vor allem an den Wochenenden oder Feiertagen, dennoch entschädigt
die mediterrane Landschaft, das milde Klima und der Charme der kleinen Orte
längs des Ufers allemal.
Ü : wer im Sommer, besonders im August kommen will, muss vorreserviert
haben
Locarno,
205 m
am Mündungsdelta der Maggia gelegen
Sehenswert :
der Borgo, der Kern der Altstadt, Piazza Grande, der Mittelpunkt der Stadt,
welcher von Arkaden, Palazzi und vielen Geschäften umgeben ist, Municipio
an der Piazza Grande Nr. 15, seit 1854 als Rathaus genutzt
schöne Uferpromenade
Ausflugsmöglichkeit : mit der Standseilbahn Locarno-Orselina zur Wallfahrtskirche
Madonna del Sasso
zur Geschichte : bereits während der Bronzezeit besiedelt, urkundlich 789 erstmals
erwähnt, im Mittelalter Zentrum des europ. Seidenhandels, ab 1342 von der
Mailänder Adelsfamilie Visconti beherrscht, Sitz der Landvögte nach der
Eroberung durch die Eidgenossen, unter Napoleon an Lugano, 1925 Pakt von Locarno
(Friedenskonferenz zwischen Stresemann, Chamberlain und Briand), Anf. des 20.
Jh. Entwicklung zum renommierten Badeort mit internationalem Publikum, das Grand
Hotel gilt inzwischen als historisches Hotel
Ü : zahlreiche Hotels in allen Kategorien, Campingplätze (jedoch Reservierung
für den Sommer unbedingt notwendig), Ferienwohnungen
Ente turistico Locarno, Largo Zorzi,
CH-6600 Locarno
Tel. 091-751 03 33, Fax 091-751 9070, E-mail:locarno@ticino.com
Ascona,
205 m
Sehenswert :
die Altstadt, der Borgo, Hauptflanierpromenade ist die Piazza Giuseppe Motta,
mit einladenden Cafes, Restaurants und schönem Blick auf den Lago Maggiore,
die Uferpromenade ist mit knorrigen Platanen bestanden
Segelschule, Kirche Santi Pietro e Paolo, eine Säulenbasilika mit Fresken
Museo Comunale Ascona, an der Via Borgo 34 mit Kunstsammlung
Schiffsanlegestelle
Traditionelles Fastnachtsessen mit Risotto
Ü : diverse Hotels aller Kategorien
Ente turistico Ascona, Piazza San Pietro,
Case Serodine, CH-6612 Ascona
Tel. 091-791 00 90, Fax 091-792 10 08
Brissago
der Ort wurde bekannt durch seinen Tabak und
die Fabrik steht trotz aller Umsiedlungsversuche immer noch am so begehrten
Seeufer. Hier wird die Virginia-Zigarre mit dem Namen "Blauband" hergestellt.
Brissago ist der letzte Schweizer Ort am Westufer zur italienischen Grenze.
Heute fließt der Verkehr problemlos an der noch bestehenden Grenzstation durch,
während sich in früheren Jahren hier immer eine lange Autoschlange bildete.
Per Schiff sind die Brissago-Inseln zu besuchen, deren Botanischer Garten mit
subtropischer Pflanzenwelt jährlich über 100000 Besucher anlockt.
Sehenswert :
Tabakfabrik, Führungen über die Zigarrenherstellung, Besichtigung nach Anmeldung
beim Verkehrsamt
Brissago-Inseln per Schiff
Ente turistico Brissago, Via Leoncavallo,
CH-6614 Brissago
Tel. 091-793 11 70, Fax 091-793 32 44
Cannóbio
nur wenige Kilometer hinter der Schweizer Grenze
gelegen, alte Palazzi, Arkaden, kleiner Hafen, viele Restaurants an der Ufer-Piazza
Sehenswert :
Kirche San Vittore, die Hauptkirche Cannóbios, daneben der alte Palazzo della
Regione mit schönen Arkaden, Santuario della Santissima Pietà, ein Kuppelbau
am Ende der Uferpromenade
Schiffsanlegestelle
Ü : verschiedene Hotels
Cánnero
der Ort liegt geschützt inmitten von Olivenhainen.
Romantischer Blick auf die zwei Inseln mit den Castelli di Cánnero
Ü : 2 Campingplätze am Ufer
Verbania
einer der größten Orte am See, bestehend aus den
Stadtteilen Pallanza, Verbania und Intra. Von hier führt eine Autofähre
nach Laveno am Ostufer des Lago Maggiore
Sehenswert :
Basilika San Vittore im Zentrum, die Villa Taranto mit herrlichem Park (wurde
von einem Schotten Ende des 19. Jh. errichtet)
die Isola Madre, die grösste der Borromäischen Inseln (Isole Borromee)
ist nur von Pallanza zu erreichen
Autofähre nach Laveno, alle 30 Min.
Laveno
am Ostufer des
Lago Maggiore, mit platanenbestandener Uferpromenade, wo sich auch Restaurants
befinden, der Ort wird zunehmend industrialisiert, Keramikwerke und chem. und
Textilindustrie
Valle Maggia
Vogorno,
(Valle Verzasca), 495 m
oberhalb des Staudammes Selvatica (220 m Höhe), bestehend aus den 3 Fraktionen
Berzona, Sant'Antonio und S. Bartolomeo
Sehenswert : die Kirche S. Bartolomeo mit Fresken im byzantinischen Stil , ca.
12.Jh.
Ü-Tipp : Hotel al Lago, Via Cantonale, Vogorno/Berzona, Tel. 091-745 32 32,
Fax 091-745 18 98
Ü : Rustici della Verzasca, Ristorante Pizzo Vogorno, Osteria Verzasca
Lavertezzo (Valle
Verzasca), 536 m
Sehenswert :
die Ponte dei Salti, von der sich sehr Mutige ins kalte Wasser der Verzasca
stürzen. Die Brücke überspannt in zwei Bogen die Verzasca. Fälschlicherweise
wird sie auch Römerbrücke genannt. Das Wasser der Verzasca hat hier, wie auch
an vielen anderen Stellen, fantastische Erosionsformen ausgebildet.
Kirche S. Maria degli Angeli, seit 16. Jh. Pfarrkirche
Ü : Garni Posse, Osteria Vittoria
Brione
(Valle Verzasca), 756 m
Sehenswert :
Pfarrkirche S. Maria Assunta, in der Vorhalle ein großes Fresko
Castello dei Marcacci, der ehemalige Sommersitz der Barone Marcacci aus Locarno
Ü : Ristorante Ai Pieé, in Gerra : Ristorante Froda
Sonogno (Valle
Verzasca), 919 m
ca. 100 Einwohner, letztes Dorf des Verzasca-Tales. Schöne typische Verzasca-Häuser
Sehenswert :
Talmuseum in der Casa Genardini, geöffnet Juli - September
Geschäft der Pro Verzasca-Organisation
Kirche S. Maria di Loreto von 1854
alter Backofen, der wieder funktionstüchtig ist
Ü : Ristorante Alpino
Luganer See
Ü: Albergo-Ristorante Svizzero, Via Scacchi,
CH-6825 Capolago, Tel. 091-481995/96, Fax 091-481753
Morcote
ehemaliges Fischerdorf, ca. 10 km von Lugano entfernt,
das sich eng an das Seeufer schmiegt. Reichgeschmückte Fassaden zieren
alte Patrizierhäuser.
Sehenswert :
die Kirche Santa Maria del Sasso hoch am Hang, mit monumentalem Treppenaufgang,
wertvolle Orgel, Denkmalfriedhof
Parco Scherrer, geöffnet vom 15. März bis 31. Oktober, von 10.00 bis
17.00 h, Juli/August bis 18.00 h, Tel. 091-996 2125, seit 1965 im Besitz der
Gemeinde Morcote, gegründet vom Textilhändler Arturo Scherrer, einem
leidenschaftlichen Reisenden und Liebhaber von Kunst und Kultur, der Park zeigt
Kunstgegenstände aus vielen Ländern und Epochen, umrahmt von chin. Magnolien,
Azaleen, Eukalyptus, Palmen, mexik. Pinien und Bambus
Schiffsverbindung von verschiedenen Orten am Luganer See, vorher nach Fahrradmitnahme
erkundigen
Melide
am Fuss des Monte San Salvatore in wunderschöner
Lage am Luganer See, Seepromenade, Strandbad, geöffnet tägl. Mai bis
Oktober, 8.00 - 19.00 h, Schiffsanlegestelle
Sehenswert :
Swissminiatur, die Schweiz im Kleinformat, geöffnet tägl. März bis
Oktober, 9.00 bis 18.00 h,
E-Mail: info@swissminiatur.ch
Internet : www.swissminiatur.ch
Ü: diverse Hotels,
Seehotel Riviera ***, CH-6815 Melide, Tel. 091-649 7912,
Fax 091-649 67 61
Mendrisio
Gandria
ein sehenswertes Fischerdorf am östlichen Ufer
des verzweigten Luganersees gelegen. Der Ort ist verkehrsfrei. Viele Treppen
und winklige Gassen führen vom Parkplatz hinunter bis ans Ufer. Andenkenläden
und gemütliche Terrassenrestaurants mit herrlichem Blick auf das ruhige Wasser
des Luganer Sees laden zum Besuch.
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