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Vorderrheintal - Vom Oberalp-Pass zur 1. Stadt am Rhein

Pause in Ilanz, der 1. Stadt am Rhein Von der Höhe des Oberalp in 2044 m rollen die Räder bergab. Nette, noch ursprünglich wirkende Orte wie Tschamutt, Rueras und Camicholas weisen den Weg nach Sedrun, das nur noch 1404 m hoch liegt. Weiter geht es bergab nach Disentis (romanisch Mustér), das von der Benediktiner-Abtei geprägt ist. 
Auf ca. 20 km werden 900 m Höhe verloren. 
Der nächstgrößere Ort Trun zeigt sich als stattliches Dorf an der Einmündung des Val Punteglias und liegt nur noch 852 m hoch. Die Strecke wird weiterhin vom Glacier-Express begleitet. 
Die Kilometer rauschen dahin, bis Ilanz, die 1. Stadt am Rhein (Vorderrhein) erreicht ist.

Tour : einfach
Entfernungen :
Oberalp 2044 m - 12 km - Sedrun
Sedrun - 10 km - Disentis
Disentis 1143 m- 29 km - Ilanz
in Rabius

Zum Grand Canyon der Schweiz - das Vorderrhein-Tal

Wir verlassen Ilanz und folgen der Beschilderung nach Castrisch, das nach ca. 2 km erreicht ist. Bis Valendas sind es noch mal 4 km. 
Dann wird die Strecke immer abenteuerlicher. Schmaler und ansteigend wird das Strässchen, bis nach 6 km Versam mit Schnaufen erreicht ist. Der ruhige Ort liegt 909 m hoch. Im Gasthof Rössli lässt sich übrigens bei guter Verpflegung auch übernachten. 

Die Vorderrheinschlucht wird von den rätoromanisch sprechenden Bewohnern Ruinaulta genannt und entstand durch eine prähistorische Naturkatastrophe. 
In Serpentinen geht es wieder hinab und auf schnurgerader Straße rauschen die Räder durch Wald hinunter nach Bonaduz.

Tour : mittel
Entfernungen :
Ilanz - 11 km - Versam
Versam - 7 km - Bonaduz

Vorderrheintal - der GrandCanyon der Schweiz

Domleschg und Schyn-Schlucht

Tour : mittel
Entfernungen :
Bonaduz - 15 km - Sils
Sils - 13 km - Tiefencastel
Tiefencastel 851 m - 4 km - Surava
Surava 957 m - 7 km - Filisur
Engadiner Haus

Ein gut ausgeschilderter Radweg führt durch das Domleschg, ein weites Becken, das von bewaldeten Hängen eingerahmt wird. Alte Burgen zeugen von der einst wichtigen Durchgangsroute.

Die Strecke ist flach, bis Sils erreicht ist. Durch die Schyn-Schlucht steigt die Strasse. 2 Tunnel, gut beleuchtet, mit etwas Steigung sind zu durchradeln. Tief unten im Tal rauscht die Albula dahin. Tiefencastel  am Zusammenfluss von Albula und Julia liegt malerisch auf eine Felsnase. 4 km sind es bis Surava, die Strecke wird nun beschaulich. Der Kurbetrieb in Alvaneu Bad ist längst eingestellt, man 'golft' jetzt lieber.

Filisur ist ein langgezogenes Strassendorf im Albula-Tal. Es ist bereits stark von der Engadiner Bauweise geprägt und bietet herrliche Fotomotive.   

Fenster1 in Graubünden Fenster2 in Graubünden
Typisch für das Engadin: 
blumengeschmückte Erker, kunstvolle Gitter, Sgraffito an der Fassade und schwere Holztüren
typischer Erker verziert mit Nelken und Sgraffiti-Malerei Tor
Berg-Erlebnis Albula
Eines vorweg : der Albula gilt als der schönste Velopass der Schweiz. Die Passstrasse ist nun Radweg. Durch die harten Winter muss die Strasse immer wieder geflickt werden. Von Vorteil ist der geringe Autoverkehr. Als Radler können wir immer wieder den Fahrgästen der roten Rhätischen Bahn (die auch Radler und Rad mitnimmt, falls Petrus nicht mitspielt) zuwinken. Von Filisur in 1032 m Höhe windet sich die Strasse durch eine herrliche Landschaft, welche die Mühen des Anstiegs voll entschädigt. Die schmale Passstrasse gewinnt immer mehr an Höhe und gibt schöne Blicke auf die Viadukte der Albula-Bahn frei. Mit Bergün (1367 m)ist ein weiteres Bilderbuchdorf erreicht. In reicher Vielfalt reihen sich die alten Bürgerhäuser im Engadiner Stil aneinander. Typisch die Sgraffiti-Malerei an den Hauswänden, kunstvolle Fenstergitter und grosse geschnitzte Holztüren. Geschmückt werden die Erker oft mit Nelken. Die folgenden Kilometer zwischen Bergün und Preda sind im Winter Rodelstrecke. Fotogene Viadukte finden sich bei Punt Ota. Weiter bis Preda (eine letzte Übernachtungsmölichkeit bietet sich im Hotel Preda Kulm, Sonnenhof). In engen Serpentinen gewinnt die Passstrasse an Höhe. Wunderschön ist die Gegend um den Palpuogna-See (Naturschutzgebiet). Höher hinauf wird die Landschaft nun karger: wir kommen ins Teufelstal, das Val digl Diavel. Auffallend sind die herabziehenden Schuttströme. Auf der meist zugigen Höhe gibt es ein Gasthaus, jedoch keine Unterkunft. Flankiert von den Gipfeln des Albulastocks rollen die Rader hinab Richtung Oberengadin. Die Abfahrt durch das Val d'Alva ins Oberengadin ist kurz, aber eindrucksvoll. Nur rund 9 km und 9 Kehren trennen den Radler von La Punt.

Tour :  anstrengend
Entfernungen :
Filisur 1032 m - 7 m - Bergün
Bergün 1367 m - 14 km - Pass 2312 m
Pass - 9 km - La Punt 1687 m
grösste Steigung/Gefälle 12 %
Bahnverlad möglich
in Filisur

das Landwasser-Viadukt

 

Anmerkung : 


die Bahn ist auch eine gute Alternative bei schlechtem Wetter.

Einstiegsmöglichkeiten in Filisur, Bergün, Preda.

Die Höhe wird von der Bahn umgangen

Engadin Logo   Engadin - Veloplausch par excellence
Den Velofahrer erwartet hier eines der reizvollsten Hochtäler der Alpen und ein sanftes Dahinradeln. Umgeben von hochalpiner Bergwelt radeln wir unbeschwert in 1800 m Höhe vorbei an glitzernden Seen und prächtigen Lärchenwäldern. Genuss pur !

Oberengadiner Seenplatte - St. Moritz - Maloja


Tour : flach, zum Geniessen

Entfernungen :
La Punt 1687 m - 13 km -  St. Moritz
St. Moritz 1822 m - 21 km - Maloja 1815 m

Veloplausch im Oberengadin, Sils

Die Tour bindet nahtlos an die Sustenpass-Etappe an. Der nette kleine Ort La Punt liegt am Enn, wie der Inn hier im Engadin genannt wird. Der Name La Punt bedeutet Brücke. Nun folgt die Strasse flach weiter über Bever (typische Oberengadiner Häuser), Samedan und Celerina nach St. Moritz. Der bekannte Wintersportort teilt sich in Bad und Dorf. Im 'Dorf' am See liegt die Jugendherberge. (ab 16 Uhr geöffnet, auch EZ). Vom mondänen St. Moritz nach Maloja erstreckt sich der beeindruckendste Teil der Route.
Lohnenswert ist die Strasse weiter nach Silvaplana und Sils, schöne Arven- u. Lärchenwälder bis Maloja, wo der Maloja-Pass steil ins Bergell abfällt. Die umliegende Bergwelt ist beeindruckend und immer ein Fotomotiv wert. Oberhalb Malojas entspringt der Inn, der dann die Oberengadiner Seen durchfliesst. Er wird uns nun auf dem weiteren Weg durchs Engadin begleiten. Eine klimatische Eigenart und interessant für den Velotouristen ist der Maloja-Wind. Er weht im Sommer tagsüber oft vom Bergell heraufkommend talabwärts (also eigentlich falsch herum), setzt meist mittags ein. Praktisch : wer von Maloja ab Mittag gen St. Moritz zurückradelt, den schiebt der Maloja sanft an.

Fotogenes Unterengadin

Von St. Moritz auf bekannter Strecke nach La Punt, begleitet von der Bahn über Zuoz! auf flacher bzw. abfallender, gut asphaltierter Strasse nach Zernez. im Unterengadin am noch jungen Inn
Zuoz
bietet ein schönes Dorfbild. Beliebtes Fotomotiv ist der Dorfbrunnen mit dem Bären als Wappentier der Plantas. Allmählich verengt sich das Tal, das Gefälle des Inn nimmt zu und die Kilometer schwinden rasch. 
In
Zernez (1472 m) sind ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden.
Susch mag preislich etwas günstiger sein, die 6 km bis dort sind rasch zu radeln

Tour : leicht, da stetig abfallend
Entfernungen :
St. Moritz 1822 m -32 km- Zernez
Zernez 1472 m - 6 km - Susch 
Susch 1426 m- 40 km - Martina

 

im Unterengadin

 

 

alternativ über die Bilderbuchdörfer :

Susch - Lavin - Giarsun - Guarda 1653 m- Ardez 1464m - Scuol - Martina  

in Guarda

Passfahrt Flüela
Tour : anstrengend
Entfernungen :
Susch 1426 m -14 km- Flüela 2383 m
Passhöhe -17 km- Davos 1558 m

2 alte Häuser

Günstig ist ein Warmradeln von Zernez nach Susch, denn der Flüela mit einer Höhe von 2383 m steht bevor.

In teils steilen Serpentinen beginnt die Strasse durch das Val Susasca und windet sich hinauf zur kahlen Passhöhe. Am Schottensee ist ein Ospiz (gute Einkehrmöglichkeit, Zimmer ? leider nicht mehr bekannt).

Eine karge Landschaft bestimmt die Fahrt hinunter zu den Karlmatten, hinab geht es bei rund 10 % Gefälle ins Flüelatal. Gemütlich ist es beim 'Tschuggen'. Von Dorf in nur noch in 1560 m Höhe links halten nach Davos (flach).

Prättigau

Von Davos bzw. Dorf fällt die Strasse über den Wolfgangpass (keine Steigung mehr) nach Klosters ab.

Auf der '28' (teils stark befahren) rollen die Räder nun nur noch hinab über Küblis, Schiers nach Landquart.

Tour : leicht
Entfernungen :
Davos 1558 m - 10 km - Klosters
Klosters 1206 m -11 km - Küblis
Küblis -11 km - Schiers
Schiers - 10 km - Landquart


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August 25, 2004