Auf Fahrradreise in der Schweiz
Graubünden mit dem Rad entdecken
Von Arosa durchs Schanfigger Tal nach Chur
Orte entlang der Tour:
Arosa (ca. 1800 m ü.M.) - ca. 30 km - Chur (590 m ü.M.)
Gesamt: 30 km
Tour: leicht, da stetig abfallend
Beschilderung: durchgehend
Streckenbeschaffenheit: durchgehend asphaltiert
Dies ist ein besonderer Veloplausch, der alles bietet, was das Herz begehrt: von der Kantonshauptstadt Chur als Startpunkt gönnen Sie sich zunächst das Bahnerlebnis Rhätische Bahn mit dem Zielort Arosa. Sie können die Tour als reine Tagestour fahren oder aber, wie die Autorin es tat, als Extraschmankerl zur einer mehrtägigen Tour von Chur am jungen Rhein entlang bis zum Bodensee.
Das als Wintersportort bekannte Arosa liegt auf ca. 1800 m ü. M. am Ende des Tales. Von hier starten wir den Veloplausch. Gute Bereifung und beste Bremsen sind Voraussetzung, denn 360 Kurven und teils starkes Gefälle fordern intaktes Material und Ihre Konzentration.
Die Anreise nach Arosa selbst
ist schon ein Erlebnis. Ausgangspunkt ist Chur, die Bündner Hauptstadt
und älteste Stadt der Schweiz. Gemütlich startet die Bahn ähnlich
einer Straßenbahn am Churer Hauptbahnhof und zuckelt an Stadtmauer
und Obertor, dem Wahrzeichen der Stadt, vorbei, bevor es dann mit dem
Eintritt ins Schanfigger Tal gebirgiger wird. Etliche Tunnel werden passiert,
und immer höher windet sich der rote Zug durch das teils enge Tal
in die Gebirgswelt hinauf. Imposant spannt sich das Wiesener Viadukt über
den Talgrund (Erdpyramiden). Nun wird der Bahnhof von Langwies erreicht,
der letzte auf dieser Talseite.
Der
Zug rattert über die 42 m hohe und 285 m lange Brücke auf die
andere Talseite. Schnaubend und quietschend erreicht der rote Zug die
hübsche Station Litzirüti.
Nach einem kurzen Halt werden die letzten steilen Kurven bis zur Endstation Arosa in Angriff genommen. Der Untersee kommt in Sicht, noch ein kleiner Tunnel und der Kur- und Wintersportort Arosa ist erreicht. Der Zug hat an der Talstation am Obersee sein Ziel erreicht.
Aufgrund der Höhenlage
ist Arosa schneesicher, doch das interessiert uns als Radfahrer im Sommer
sicherlich weniger.
Auf 26 km werden in einer Stunde Fahrt bergab über 1000 Höhenmeter
überwunden. Ringsherum reihen sich
imposante Berggipfel aneinander. Die frische Gebirgsluft ist klar und
angenehm, so wie es sich für einen Kurort gehört.
Direkt am Bahnhof liegt die Seilbahnstation zum Weisshorn. Gegenüber, vor dem Obersee, warten die Pferdekutschen auf Kundschaft. Falls Sie das Tourismusbüro aufsuchen möchten, müssen Sie die Straße (Poststrasse) hinaufradeln. Das Büro liegt rechterhand. Hier kann auch kurzfristig eine Übernachtungsmöglichkeit gefunden und vermittelt werden.
Gemütlich geht die Fahrt an Postamt und Sporthalle vorbei. Die Poststrasse geht in die Schanfigger Strasse über. Am Ortsausgang heißt es auf einem großen unübersehbaren Schild, dass noch 360 Kurven Urlaub vor Ihnen liegen. Die wollen wir genießen! Übrigens gibt es ein Projekt unter www.kurvensicher.ch, bei dem Sie eine Partnerschaft für eine Kurve Ihrer Wahl erwerben können. Sie können im Internet, von Chur startend, schon einmal die Kurven virtuell ansteuern.
Das persönliche Erlebnis, und dazu vom Fahrradsattel aus, bleibt jedoch ohnegleichen. Wir genießen noch einmal den Blick in die majestätisch aneinander gereihten Gipfel. Bereits die ersten Meter aus Arosa hinaus geben einen Vorgeschmack auf die Talfahrt. Die teils engen Kurven erfordern gute Aufmerksamkeit.
In Litzirüti liegt der kleine
niedliche Bahnhof nah an der Straße. Gegenüber ist ein Biker-Weg
ausgeschildert. Graubünden bietet auch für Biker bestens beschilderte
Routen in allen Schwierigkeitsgraden. 

"Willkomma bin unsch Dorfladen in Langwies". Der Dorfladen von Langwies ist nicht zu verpassen. Hier gibt es Proviant, aber auch Gelegenheit, einen heißen Kaffee oder kühle Limo - je nach Wetterlage - draußen auf der Holzbank zu genießen.
Weiter rollt das Rad talwärts
: Peist, St. Peter, Castel und Maladers heißen die netten Ortschaften
auf dem Weg nach Chur. Kurven und schöne langgezogene Abschnitte
reihen sich aneinander. Oben am Ortsausgang von Arosa hatte das große
Schild 360 Kurven Urlaub versprochen. Fast möchte man nicht glauben,
dass es so viele Kurven bis zum Rheintal sein sollen, doch es stimmt,
auch wenn Sie sicherlich nicht mitzählen werden. 
Mit jedem verlorenen Höhenmeter wird es etwas wärmer. Auf der gut geteerten Arosastrasse rollt das Rad flink dahin. Schon tauchen die ersten Dächer auf. Die letzte enge Kurve bietet einen tollen Blick auf die rund 5000 Jahre alte Kantonshauptstadt. Erste Reben ziehen sich am Steilhang zwischen Arosastrasse und Planaterrastrasse dahin. Nehmen Sie sich ein wenig Zeit, um die Stadt zu erkunden.
Alle Sehenswürdigkeiten liegen recht nah beieinander. Kennen Sie den Arcas und das Bärenloch schon?
Jeden Samstag findet morgens der Churer
Wochenmarkt statt, Gelegenheit, um sich mit frischem Proviant zu versorgen.
Chur ist in Graubünden ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und ist aus Deutschland gut und ohne oftmaliges Umsteigen per Bahn zu erreichen.
Die Stadt liegt am Schweizer Rheinradweg, der in Andermatt beginnt und weiter durch Graubünden bis zum Bodensee führt.
Bücher & Karten zur Tour:

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